Zeitenwende – kollektiver Epochenwechsel nach 164 Jahren
Die Sterne stehen gut für den Wandel! Erst in dieser Woche ereignete sich ein kosmisches Großereignis, das mich hoffnungsvoll stimmt: Am Montag, den 26.01.2026 gegen 19 Uhr (CET) wechselte Neptun ins Sternzeichen Widder – nach 164 Jahren. Ich habe nicht viel Ahnung von Astrologie, aber wenn ein solcher Gigant einen vollständigen Zyklus abschließt, spricht man von einem fundamentalen, kollektiven Epochenwechsel.
Aber was für ein Zyklus geht da eigentlich zu Ende? Ich war neugierig also habe ich mal 164 Jahre zurückgeblickt: Die 1860er-Jahre waren geprägt von tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Weichenstellungen und von massiven globalen Machtverschiebungen. Europa befindet sich im Aufwind der Industrialisierung. Die Menschen, die zuvor hauptsächlich einfache Bauern waren und im Takt mit der Natur lebten, zogen in die Städte und wurden zu Fabrikarbeitern – der Beginn massiver Ausbeutung der Arbeiterklasse. Karl Marx erkennt die Dynamiken der Zeit und seine Folgen für Mensch und Gesellschaft und veröffentlicht 1867 das „Kapital“ – noch heute ein Standardwerk für Menschen die die destruktiven Dynamiken des Kapitalismus erkannt haben.
Auf globaler Ebene wird die Welt „verwertbar“ gemacht. Der Ausbau der Eisenbahn durch ganze Kontinente ermöglicht es Rohstoffe zu erschließen, zu fördern, zu exportieren. Der Kolonialismus und das rücksichtslose Machtstreben europäischer Nationen führen zur tiefgreifenden Zerstörung indigener Gesellschaften. Eine Zeit in der sich das extraktive, entseelende Verhältnis des Menschen zur Erde (und zu seinen Mitmenschen) systemisch verfestigt. Das war der Anfang.

Entwicklung globaler CO2 Emissionen
Heute blicken wir auf eine Wirtschaft, die nicht mehr dem Menschen dient, sondern nur noch sich selbst. Die auf Wachstum um jeden Preis beruht, die die planetaren Grenzen ignoriert, obwohl Arten sterben, ganze Ökosysteme kollabieren und obwohl wir wissen, dass es uns den Hals kosten wird, wenn wir so weiter machen. Wir blicken auf eine Demokratie die von Superreichen und Lobbyisten beeinflusst und gelenkt wird. Noch nie in der Geschichte der Menschheit waren wir so entfremdet von der Natur und von uns selbst. Menschen leiden unter Zivilisationskrankheiten und zunehmender psychischer Belastung, getrieben von Leistung und Materialismus.
Gleichzeitig mehren sich die Lichtblicke: Immer mehr Menschen entwickeln das Bewusstsein, dass es so nicht weitergehen kann. Einzelpersonen, Gruppen, NGO’s, die sich stark machen für bedrohte Arten, für Demokratie, für Gerechtigkeit, für Liebe und Mitgefühl den Menschen und allem Leben gegenüber. Astrologisch begünstigt durch Neptun der sich in den letzten vierzehn Jahren im Sternzeichen Fische befand. Die Fische stehen für die Rückverbindung mit dem Ganzen und fördern wertvolle Bewusstseinsprozesse hin zu mehr Achtsamkeit und Verantwortung.
Immer mehr Menschen erkennen sich als Teil der Natur, entwickeln Empathie und Mitgefühl dem Leben gegenüber. Durch die Fische Energie traten viele Missstände und destruktive Dynamiken ans Licht, die zuvor im Verborgenen wirkten und es wuchs eine kollektive Sehnsucht nach Veränderung. Jetzt wechselt Neptun in den Widder. Das Zeichen steht für den Neubeginn, für den Durchbruch. Was bisher nur kognitives Wissen war will jetzt verkörpert und gelebt werden. Widder schenkt uns die Energie zum Handeln!
In mir kommt die Frage auf: Wenn wir gerade in ein neues Zeitalter eingetreten sind, warum spitzen sich viele der alten, destruktiven Dynamiken gerade so massiv zu? Weil sich Zeitalter nicht einfach nahtlos ablösen. Im Übergang werden überholte Muster noch einmal maximal sichtbar und radikal zugespitzt, um als solche erkannt zu werden. Gleichzeitig gerät das, was mit dem neuen Bewusstsein nicht mehr kompatibel ist, unter Druck, verliert an Kontrolle und reagiert verstärkt mit Machtstreben, Spaltung und Eskalation. Die Zuspitzung, die wir derzeit erleben, ist kein Rückfall, sondern ein wichtiger Teil des Erkenntnis- und Auflösungsprozesses. Erst wenn wir kollektiv erkannt haben, was wir nicht mehr wollen, können wir uns bewusst darauf ausrichten, nach welchen Werten wir stattdessen leben möchten. Packen wir’s an! … die Sterne stehen gut dafür.